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Autorin: Christina Schulte
✓ Geprüft von: Dr. Michael Bäcker Informatiker & Betriebswirt
Zuletzt aktualisiert: 24.09.2026
Kunden erwarten schnelle Antworten, kurze Wartezeiten und einen Service, der ihr Anliegen möglichst direkt löst. Die passende Contact Center Software schafft dafür die technische Grundlage.
Doch welche Funktionen sind wirklich wichtig und welche Contact Center Lösung passt zum eigenen Unternehmen? Wir zeigen, was moderne Systeme leisten, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und welche Unterschiede es zwischen cloudbasierten und lokalen Lösungen gibt.

Eine Contact Center Software bündelt die technischen Funktionen, die Unternehmen für die Bearbeitung und Steuerung ihrer Kundenkontakte benötigen. Eingehende Anrufe können automatisch an passende Mitarbeiter weitergeleitet, Warteschlangen gesteuert und wichtige Informationen zum Kunden direkt beim Gespräch bereitgestellt werden.
Moderne Systeme gehen dabei über die reine Telefonie hinaus und machen zum Beispiel auch sichtbar, wie gut der Kundenservice funktioniert. Welche Funktionen sinnvoll sind, hängt allerdings stark davon ab, wie groß das Team ist und wie komplex die eigenen Abläufe sind.
Moderne Contact Center Software sollte mehr können als Anrufe entgegennehmen und weiterleiten. Wichtige Funktionen helfen dabei, Anfragen sinnvoll zu verteilen, Informationen zusammenzuführen und die Qualität des Kundenservice im Blick zu behalten.
Nicht jeder Anruf gehört zum nächsten freien Mitarbeiter. Bei einer automatischen Anrufverteilung werden eingehende Gespräche nach festgelegten Regeln an die passende Stelle weitergeleitet. Dabei können zum Beispiel das Anliegen des Kunden, die Sprache oder die Fähigkeiten und Zuständigkeiten der Mitarbeiter berücksichtigt werden.
Ein intelligentes Routing kann so dafür sorgen, dass Kunden schneller bei einem geeigneten Ansprechpartner landen und unnötige Weiterleitungen vermieden werden. Gleichzeitig lassen sich Anrufe auch bei hohem Aufkommen gezielt auf verfügbare Mitarbeiter oder Teams verteilen.
Wie lange warten Kunden? Wie viele Anrufe werden angenommen oder abgebrochen? Und wie entwickeln sich wichtige Kennzahlen im Laufe der Zeit? Contact Center Analytics Software macht solche Informationen sichtbar und hilft Unternehmen dabei, ihren Kundenservice auf Grundlage konkreter Daten zu beurteilen.
Dashboards und Reports können dafür unterschiedliche Kennzahlen zusammenführen und Entwicklungen sichtbar machen. So lassen sich etwa wiederkehrende Spitzen beim Anrufaufkommen, längere Wartezeiten oder Veränderungen bei der Erreichbarkeit erkennen. Für die Erreichbarkeit sind beispielsweise Service Level oder Wartezeiten interessant, für die Servicequalität können Kennzahlen wie FCR oder Kundenzufriedenheit eine Rolle spielen.
Müssen Mitarbeiter während eines Gesprächs erst in verschiedenen Systemen nach Kundendaten suchen, kostet das Zeit. Durch die Verbindung der Contact Center Software mit einem CRM können relevante Informationen direkt zur Verfügung stehen – etwa Kontaktdaten, bisherige Vorgänge oder frühere Kundenkontakte.
Das erleichtert die Bearbeitung und sorgt dafür, dass Mitarbeiter nicht bei jedem Kontakt bei null anfangen müssen. Je nach eingesetzten Systemen können außerdem Informationen aus dem Gespräch wieder an das CRM übergeben und dort dokumentiert werden.
Nicht jedes Anliegen muss direkt von einem Mitarbeiter bearbeitet werden. Über ein Interactive Voice Response System (IVR) können Anrufer zunächst durch ein Sprachmenü geführt werden. Sie wählen zum Beispiel per Sprache oder Telefontaste aus, worum es geht, und werden anschließend an die passende Stelle weitergeleitet.
Einfache Anliegen können Kunden über Self-Service-Angebote auch selbst erledigen oder benötigte Informationen direkt abrufen. Das kann Wartezeiten verkürzen und Mitarbeiter entlasten. Wichtig ist, dass die Bedienung einfach bleibt und Kunden bei Bedarf problemlos einen persönlichen Ansprechpartner erreichen können.
Kein Unternehmen arbeitet genau wie das andere. Teams, Abläufe und vorhandene Systeme unterscheiden sich – und damit auch die Anforderungen an eine Contact Center Lösung. Deshalb sollte sich die Software an die tatsächlichen Arbeitsabläufe anpassen lassen und nicht umgekehrt.
So kann ein Unternehmen selbst festlegen, wie Anrufe verteilt werden, welche Informationen Mitarbeiter während eines Gesprächs sehen oder welche Kennzahlen in einem Report erscheinen sollen. Auch die Verbindung mit bereits genutzten Systemen kann eine wichtige Rolle spielen. Ein flexibles Contact Center System lässt sich so auf die eigenen Anforderungen abstimmen und bei Bedarf erweitern.
Contact Center Software kann grundsätzlich auf zwei Arten betrieben werden: in der Cloud oder auf den eigenen Systemen des Unternehmens (On-Premises).
Bei einer Cloud-Lösung wird die Software über das Internet bereitgestellt. Das Unternehmen benötigt dafür in der Regel keine eigenen Server für die Contact Center Software. Um Updates und technische Wartung kümmert sich überwiegend der Anbieter. Auch neue Arbeitsplätze lassen sich meist vergleichsweise einfach hinzufügen, wenn ein
Team wächst.
Bei einer On-Premises-Lösung läuft die Software dagegen auf den eigenen Servern des Unternehmens. Das bietet mehr Kontrolle über den Betrieb und die technische Umgebung, bedeutet aber auch mehr eigene Verantwortung für Wartung, Updates und Infrastruktur.
| Cloudbasiert | On-Premises |
| Nutzung über das Internet | Betrieb auf eigenen Systemen |
| Weniger eigene Infrastruktur nötig | Eigene Infrastruktur erforderlich |
| Wartung und Updates überwiegend durch den Anbieter | Unternehmen kümmert sich stärker selbst um Wartung und Updates |
| Häufig flexibel erweiterbar | Erweiterungen hängen stärker von der eigenen Infrastruktur ab |
Eine Cloud-Lösung bietet sich vor allem an, wenn Unternehmen flexibel wachsen und möglichst wenig eigene Infrastruktur für die Contact Center Software betreiben möchten. On-Premises kann dagegen interessant sein, wenn ein Unternehmen die Lösung bewusst auf eigenen Systemen betreiben und stärker selbst verwalten möchte.
Die Kosten einer Contact Center Lösung werden vor allem von drei Faktoren bestimmt: der Zahl der Nutzer, dem benötigten Funktionsumfang und dem gewählten Betriebsmodell.
Ein kleines Team mit grundlegenden Funktionen benötigt in der Regel einen geringeren Leistungsumfang als ein großes Contact Center mit intelligentem Routing, umfangreichen Auswertungen, CRM-Anbindungen oder individuellen Anpassungen. Zusätzliche Kosten können für die Einrichtung, die Anbindung bestehender Systeme oder spezielle Konfigurationen entstehen.
Sie möchten wissen, mit welchen Kosten Sie für Ihre Contact Center Software rechnen müssen? Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne zu einer passenden Lösung.
Bevor Sie sich für eine Contact Center Software entscheiden, sollten Sie klären, was die Lösung im Arbeitsalltag tatsächlich leisten muss.
Dabei helfen einige konkrete Fragen:
Wer diese Fragen vor der Auswahl beantwortet, kann den Kreis geeigneter Lösungen deutlich eingrenzen und Angebote gezielter miteinander vergleichen.
SNcom bietet keine Contact-Center-Lösung von der Stange.
Als herstellerunabhängiger Anbieter wählt SNcom die passende Technologie für Ihre Anforderungen und kombiniert bei Bedarf Lösungen verschiedener Hersteller, darunter Enghouse, Genesys, VIER, Microsoft, innovaphone und die eigenen anyContact-Lösungen.
Betrieben wird die Lösung On-Premises, in der Cloud oder hybrid.
Zum möglichen Funktionsumfang gehören unter anderem:
Der Unterschied zur Standardsoftware: SNcom betrachtet Ihre gesamte Kommunikations- und Prozesslandschaft. Bestehende Systeme werden integriert, und wo Standardfunktionen nicht ausreichen, entwickelt SNcom eigene Schnittstellen. Beratung, Integration, Implementierung und Betrieb kommen aus einer Hand, sodass eine Lösung entsteht, die zu Ihren Prozessen passt und mit Ihrem Unternehmen wächst.
Sie möchten wissen, welche Lösung zu Ihrem Contact Center passt? Sprechen Sie mit den Experten von SNcom und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch.
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